Veranstaltungen
Verlagsabend der Theodor Kramer-Gesellschaft mit Astrid Nischkauer u.a. bei Bücher Wittmann (Wien)
Am Mittwoch, dem 15. April um 19 Uhr findet der Verlagsabend der Theodor Kramer-Gesellschaft bei Bücher Wittmann statt.
Es werden „Das verlorene Notizbuch“ von Elisabeth Frischauf und Astrid Nischkauer sowie „Das neue Fernglas“ von Bruno Schwebel und Christian Kloyber präsentiert.
Viele der Gedichte von Elisabeth Frischauf handeln von Erinnerungen. In dem Gedicht, das davon erzählt, wie sie als Kind gemeinsam mit ihrer Mutter ihren ersten Schal strickt, ist zwischen den Zeilen die im Holocaust ermordete Großmutter präsent. Elisabeth Frischauf lebt im Bewusstsein der Vergangenheit und vermag dieses gelebte Geschichtsbewusstsein in Gedichten wie der Ode an die Erdnussbutter einer heutigen Leserschaft zugänglich zu machen. Zugleich ist sie aber auch eine Dichterin, die wach und hellhörig am aktuellen Weltgeschehen teilnimmt. Zweisprachige Lesung der Gedichte von Elisabeth Frischauf und ihrer Übersetzerin Astrid Nischkauer.
Elisabeth Frischauf (geboren 1947 in New York) wuchs in der Upper West Side von Manhattan, New York auf. Elisabeth Frischaufs Mutter, die Psychoanalytikerin Else Frishauf (geb. Pappenheim, 1911–2009) floh 1938 vor den Nazis aus Wien über das Mandatsgebiet Palästina in die USA. Den ebenfalls aus Wien emigrierten Stephan H. Frischauf (Stephen H. Frishauf,1920–2011) kannte sie von Kindheit an. Im Exil in den USA begegneten sich Elisabeth Frischaufs Eltern wieder und heirateten 1946. Elisabeth Frischauf, ausgebildete Fachärztin für Psychiatrie in New York, ist seit über 40 Jahren künstlerisch aktiv und seit über einem Jahrzehnt ausschließlich als Künstlerin tätig. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Materialien und in diversen Medien, schafft Keramiken, Aquarelle, Collagen, Mobiles und Installationen. Eng mit ihren Kunstwerken verbunden ist das Schreiben von Gedichten.
Bruno Schwebel besaß die Fähigkeit, sich die Sprache und Kultur Mexikos so vollständig anzueignen, dass seine Ausdrucksweise und seine Art, das Leben in diesem Land zu sehen und zu leben, den Eindruck erweckt, als stamme er selbst aus der mexikanischen Hauptstadt. Aus dem mexikanischen Spanisch übersetzt wurden die Erzählungen von Christian Kloyber, Experte für Exil in Mexiko und langjähriger Freund Bruno Schwebels. Christian Kloyber liest aus dem Buch und gibt Einblick in Leben und Werk von Bruno Schwebel.
Bruno Schwebel, geboren 1928 in Wien, flüchtete mit den Eltern 1938 nach Frankreich, 1941 nach Portugal und 1942 nach Mexiko. Er lernte und studierte an einer Kunstschule und an der Technischen Hochschule in Mexiko-Stadt. Vielfach begabt, wurde er technischer Direktor einer Fernsehanstalt, Schachmeister von Mexiko-Stadt, zeigte seine Bilder in zahlreichen Ausstellungen und trat als Schauspieler und Akkordeonspieler auf. Er starb am 21. Februar 2011 in Mountain View, Kalifornien.
Nach der Lesung gibt es die Gelegenheit für Fragen und Diskussion in gemütlicher Atmosphäre.
Um Anmeldung unter wittmann@buecher-wittmann.at wird gebeten!
Bücher Wittmann
Heinzelmanngasse 4/3+4
1200 Wien