ÖSTERREICHISCHER SCHRIFTSTELLER/INNENVERBAND
Der Österreichische Schriftsteller/innenverband (kurz ÖSV) ist so alt wie die Zweite Republik. Gegründet 1945 in Wien als „Verband demokratischer Schriftsteller und Journalisten Österreichs“, hat er das literarische Leben dieser Republik Generation für Generation mitgestaltet.
Seine Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, Entstehendes zu fördern, auf Übersehenes hinzuweisen und an die Vergessenen zu erinnern.
Dem freien Wort verpflichtet, den Werten der Demokratie und der Menschenrechte, versteht sich der Verband als eine partei- und marktunabhängige Plattform für Schreibende und Publizierende aller Sparten und Generationen.
Jahreszeitenworte
Eva Loewenthal
(1913–2002)
Die sieben Wünsche
Winterlicht
Sieben Tage der Stille
Das Vertropfen des Wachses
Sieben Nächte der Unschuld
Den Schlaf des Begierdelosen
Sanftes Grauen des Morgens
Und die Spur des Einhorns
im Schnee.
aus Eva Loewenthal, Margret Neuhauser-Körber, Paula Weinhengst:
Gedichte (Bergland Verlag 1966)
Der Tintentisch
Der „Tintentisch“ ist eine Initiative des ÖSV, gegründet im Rahmen der Nachwuchsarbeit des Verbands. Er macht es sich zur Aufgabe, den literarischen Austausch zwischen jungen Autor/innen durch regelmäßige Stammtische („Tintentische“) und mehrere Lesungen pro Jahr zu fördern. Er ist offen für Mitglieder des ÖSV und andere Interessierte, die bereits literarische Veröffentlichungen vorweisen können.