Vom Wort zum Buch

Vom Wort zum Buch
Als mir die ehrenvolle Herausgabe der Lyrikanthologie anvertraut wurde, hatte ich nur eine vage Vorstellung von der Intensität und Vielfalt der Erfordernisse, aber mein Ehrgeiz und mein Wunsch, unseren Mitgliedern gewissenhaft dienlich zu sein, gaben mir immer wieder neue Impulse für die Absicht, aus vielen kleinen Steinchen ein Mosaik zu bilden.

Die langjährige Liebe zur Gegenwartsliteratur, unterstützt vom Bibliothekar-Bruder, ließ mich häufig im eigenen Buchbestand fündig werden. Fehlendes fand ich im ÖSV, im P.E.N.-Club, schließlich in der Dokumentationsstelle im Literaturhaus in Wien. Den lebenden Autoren wurde es freigestellt, selbst aus ihrem Werk zu wählen.

Für die biographischen Daten vertiefte ich mich in einige Lexika und Nachschlagwerke (z.B. Kindler, Kürschner, Kataloglexikon der IG Autoren, Österreich-Lexikon 1966 und 1995, Groner, Personenlexikon, Lexikon der Österr. Kinder- und Jugendliteratur, einige Jahrgänge von Who is Who usw.). Wesentliche Daten fand ich im Anhang div. Anthologien (Tür an Tür, Stimmen der Gegenwart, Die Verbannten, Wien im Gedicht usw.). Diskrepanzen in den Angaben versuchte ich durch zusätzliche Recherchen auszugleichen.
Bei der Gedichtsuche stieß ich auf sehr viele Themenbereiche, sodaß ich mich entschloß, eine inhaltliche Gliederung vorzunehmen, um die gewünschte Dichte zu erreichen.

Von der Absicht, jedem Autor eine Buchseite zur Verfügung zu stellen, wurde nur in ganz wenigen Fällen und nur aus meinem Ergänzungswunsch bei wichtigen Aussagen abgewichen. Von einigen Autoren lag nur ein etwas längerer Text vor, der nicht gekürzt werden durfte. Ich hoffe sehr auf das Verständnis der Mitglieder des ÖSV.

Bezüglich des Abdruckrechtes habe ich sehr viele Rechteinhaber kontaktiert. Ich fand nur begeisterte, sogar dankbare Zustimmung, daß wir die verstorbenen Autoren einbeziehen. An die Abdruckgenehmigung wurde nur der Wunsch nach einem Belegexemplar und einer Einladung zur Buchpräsentation im Literaturhaus geknüpft. Nicht erreichten Rechteinhabern sind mögliche Ansprüche gesichert.

Abschließend ist es mir ein Bedürfnis, festzuhalten, daß es wohl eine sehr zeitaufwendige Arbeit war, dass ich aber das Bemühen um das Gelingen des Projekts als Bereicherung empfinde. Eine positive Aufnahme durch den Leser wäre zusätzlicher Lohn.
Eleonore Zuzak

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